Freitag, 27. November 2015

Mobilität - minimalisiert!?

(1) Mein geliebtes Auto habe ich verkauft. Und es bisher nicht bereut. Mich hin und wieder gefragt, warum ich das nicht schon viel eher getan habe. Und ausreichend Gründe gefunden, warum genau jetzt erst der Zeitpunkt dafür für mich richtig war. Also: Alles ist gut, wie es ist.

(2)  Nicht nur um den Trennungsschmerz vom Auto zu mildern (aber auch) habe ich mir noch in derselben Woche - für zufällig exakt den Erlösbetrag - ein Faltrad angeschafft. Und mich beim Carsharing angemeldet, das habe ich seither zwei Mal genutzt (ein Mal: zum Ausprobieren; ein zweites Mal um meine Großeltern abzuholen). Das Faltrad ist zwischenzeitlich zu einem aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenkenden Fortbewegungsmittel geworden. Ich kann es kostenfrei im Nah- und Fernverkehr (Bus und Bahn) als Gepäckstück mitnehmen. Kann damit zum Carsharingauto innerhalb der Reservierungszeit fahren, es einpacken und bin am Zielort auch ohne Auto wieder mobil.

(3) Nun ist es natürlich in Berlin mit einem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrsnetz kein Problem ohne Auto zu sein. Und dennoch: Für viele unvorstellbar. Berliner. Freunde. Familie. Doch langsam gewöhnt sich zumindest mein Umfeld daran, dass ich jetzt "anders" unterwegs bin. Und dass das ganz gut funktioniert. Und vor allem sehr viel günstiger ist. Und nicht zuletzt meiner Fitness sehr gut tut.

mehr zum Thema: Nach- und Vowärtsdenken







 

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