Dienstag, 14. April 2015

Anders und doch gleich

(1) Mit dem Zug von Berlin nach Budapest. 12 Stunden Fahrtzeit. Vier Länder, vier Hauptstädte. Keine Grenzkontrollen. Der Wechsel der Länder macht sich lediglich durch das jeweils neue Bahnpersonal und die ihm jeweils eigene Art der Fahrkartenkontrolle bemerkbar. So entspannt und einfach kann Reisen sein.

(2) Kleine, lokale Geschäfte, Cafés und Restaurants möchte ich an einem mir zuvor fremden Ort entdecken, doch sie verschwinden mehr und mehr aus vielen Stadtbildern. Und genau die sind es jedoch eigentlich, die einen Stadt, eine Gegend unverwechselbar machen, ihr ihr ganz eigenes Gesicht verleihen, etwas über die Kultur aussagen. Das zu meiner Jugendherberge nächstgelegene Einkaufszentrum in Budapest hätte sich den Namen der dort vertretenen Geschäfte nach - mit wirklich wenigen Ausnahmen - auch bei mir zuhause um die Ecke befinden können. Ähnliches galt für die großen Einkaufsstraßen. Umgekehrt sind große Namen, die ich zuvor nur aus dem Urlaub kannte, mittlerweile auch in Deutschland angekommen. 

(3) Einmal mehr ein Grund für mich, in meinem Alltag möglichst oft darauf zu achten, inhabergeführte Geschäfte für die notwendigen Einkäufe, Erledigungen, wann immer es geht, vorzuziehen. Ein kleines Zeichen gegen den Trend.

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Kommentare:

  1. Liebe Anja, das kann ich wirklich nur unterschreiben.
    Den Charme eines Inhaber geführten Ladens kann eine Shoppingmall niemals erreichen. Individuell ausgesuchte Produkte versus Mainstreamkrams. Außerdem macht dort das Kaufen viel mehr Spaß und Sinn als bei riesigen Konzernen, die ihre Mitarbeiterschaft und Kooperationspartner nur teilweise gerecht behandeln.
    Beste Grüße
    Tina

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  2. Liebe Anja,
    volle Zustimmung. Auch hier in Lima in Peru. Ich vermeide wenn möglich Supermarktketten und kaufe auf dem Markt ein - die Menschen unterstützen. Und meine peruanischen Freunde finden diesen Gedanken ebenfalls richtig und machen es nach. Muß es unbedingt sein, daß ich bei McDonalds essen gehe? Es gibt hier so viele einheimische Restaurants mit leckerem peruanischem Essen! Aber weltweit wird das Leben wieder zu kommunaler Produktion und dem Handel lokaler Produkte zurückkehren. Die Menschen werden sich wieder auf ihre Heimat besinnen.
    Herzliche Grüße,
    Bertram

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