Donnerstag, 5. März 2015

Was ein "materielles" Ding so alles braucht

(1) Schon mal drüber nachgedacht? Auch wenn ich nachfolgend ein paar Fakten dazu aufzählen werde, bin ich mir jetzt schon sicher, das das ein und andere noch fehlen wird.

(2) Erst einmal muss das Bedürfnis da sein oder geweckt werden, es zu besitzen. Für den Erwerb brauch ich zudem finanzielle Mittel. Dafür muss ich in der Regel arbeiten gehen, also Zeit investieren. Das muss mir das Ding dann auch wert sein. Nun werde ich schauen, wo ich es herbekomme. Online. Offline. Wieder geht Zeit dahin. Ich muss mich möglicherweise zwischen verschiedenen Varianten entscheiden. Die Zeit läuft weiter. Ich gehe es im Laden kaufen oder hole bzw. lasse mir das Paket bringen. Oft sind die Dinge gut verpackt, dann heißt es auspacken. Den Müll entsorgen. Jetzt muss ich lernen, damit umzugehen, vielleicht noch eine vorhandene Anleitung studieren. Es in meinen Alltag integrieren. Ihm einen Platz zuweisen, vorausgesetzt er ist da. Das Ding muss abgestaut, manche gewartet und vielleicht sogar mal repariert werden. In jedem Fall sollte es pfleglich behandelt werden, damit es möglichst lange hält. Ist es nicht mehr zu retten, muss ich mich damit beschäftigen, wie ich es richtig entsorge oder könnte es jemand noch als "Ersatzteillager" gebrauchen? Brauche ich es nicht mehr, habe ich es durch etwas Neueres und/oder Besseres ersetzt oder benötige ich es nicht wirklich - ist es mir zuviel - dann muss ich nach einem möglichen neuen Besitzer Ausschau halten. Oder lass es in der hintersten Schrankecke, wo schon viele andere Sachen ein Leben in der Dunkelheit fristen.

(3) .... und jetzt stell Dir vor, dass in Deutschland bzw. in der westlichen Welt jeder ca. 10.000 Dinge besitzt. Zuviel, wenn ich an alles zuvor Beschriebene denke und weiß, dass es nicht Dinge sind, die glücklich machen.

mehr zum Thema: Ver- und Gebrauchsgüter

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