Dienstag, 15. April 2014

Kleines Wort - große Wirkung

(1) Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie häufig Du das Wort "müssen" verwendest? "Musst" Du all` das wirklich, von dem Du sagst, dass Du es "musst"? Oder ließe sich das Wort "muss" nicht hier und da nicht durch ein "möchte" ersetzen? Vielleicht ist es sogar möglich, es öfter einmal ganz wegzulassen ...

(2) Es gibt nur wenige Dinge, die ein Mensch tatsächlich "muss". In diesem Zusammenhang ist es etwas Unausweichliches, zwingend Notwendiges. Meistens meinen wir jedoch mit "muss" etwas, wofür wir uns mehr oder weniger bewusst entschieden haben. Ich muss meine Wohnung nicht aufräumen, wenn ich mich im Chaos wohlfühle. Ich muss keine Wäsche waschen, wenn es mir egal ist, mit fleckigen Sachen unterwegs zu sein. Und schon gar nicht "muss" ich etwas tun, weil "man" es halt so macht.

(3) Müssen ist Zwang. Müssen ist Druck. Müssen macht Druck. Müssen ist keine Wahl zu haben. Müssen ist eine Sichtweise. Eine Sichtweise lässt sich ändern. Ich habe damit schon angefangen. Es tut mir gut.

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Kommentare:

  1. Hallo Anja!

    Über dieses Wort habe ich auch schon oft nachgedacht und es läuft immer wieder auf "ich muss gar nichts außer irgendwann einmal sterben" hinaus.

    Wir machen viel zu viel für andere Menschen bzw. um andere Menschen zu beeindrucken und fühlen dadurch diesen "Müssen"Zwang, der in Wirklichkeit gar keiner ist. Denn ich darf einfach sein ohne zu müssen.

    lg
    Maria

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  2. Wahre Worte weise ausgesprochen. Leider ist die Umsetzung alles andere als einfach. Gibt es hierzu praktische Tipps? Danke für den Artikel.

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  3. Wie wahr, ich arbeite auch daran, mich bewußter auszudrücken, um besser wahr zu nehmen!

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  4. Das ist die hohe Kunst der Lebensschule und ich mache gerade eine Lehre ;-) Und auf dem Weg zum Meister muss man erst noch 'Geselle' werden.
    VG, Franka

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