Dienstag, 18. Februar 2014

Rituale & Routinen

(1) Entscheidungsschwierigkeiten, nicht enden wollende Grübeleien, zuviel Nachdenken und Antriebsarmut sind u.a. Ausdruck meiner Depression. Rituale und Routinen (Definition jeweils nach dem Duden) helfen mir alltäglich wiederkehrende Situationen schneller und besser zu meistern. Sie können auch Deinen Alltag vereinfachen.

(2) Meine "Alltagspflichtaufgaben" sind in Routinen gebettet. Jeden Morgen gibt es Kaffee und Müsli. Nur selten Ausnahmen. Mein Fahrrad steht bei Wind & Wetter immer gleich links neben der Haustür (und ist auch entsprechend versichert). Diese Gewohnheit trägt maßgeblich dazu bei, dass ich mich mehr mit meinem Fahrrad unterwegs bin. Kleine über den Tag verteilte Rituale garantieren mir den anhaltenden "Wohlfühlzustand" einer aufgeräumten Wohnung.  Dazu gehört auch, jede begonnene Arbeit, sofern möglich zu beenden (bzw. mindestens einen Schritt weiterzubringen), bevor ich mich dem nächsten Projekt widme.

(3)  Mache ich also etwas immer zur gleichen Zeit und/oder auf die gleiche Art und Weise, erspare ich mir für diese Handlung die Kraft, eine immer wieder neue Entscheidung für dieselbe Frage treffen zu müssen. Rituale und Routinen geben mir darüber hinaus ein kleines Stück Sicherheit in einer sehr komplexen Welt. Der Vielfalt der Angebote und Möglichkeiten sowie den Anforderungen, die mir jeder neue Tag bringt, kann ich ein bißchen gelassener entgegengehen.

mehr Posts auf diesem Blog zum Thema: Depression

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen