Donnerstag, 30. Januar 2014

Ein kurzer Spaziergang im Schnee

(1) Heute ist viel passiert. Ich habe liebe Menschen zufällig wiedergetroffen. Intensive Gespräche geführt. Am Abend eine Buchlesung (ich als Leseratte muss leider zugeben: die allererste meines Lebens!). Anschließend: Warten in der Kälte. Es ist noch Zeit, bis die Straßenbahn kommt.

(2) Hinter der Haltestelle ein wenige Zentimeter mit Schnee bedeckter Grünstreifen. Ein Glitzern im Licht der Laternen. Ein Knirschen des Schnees unter meinen bestiefelten Füßen. Spuren von Menschen und Tieren. Wer ist dort schon entlanggegangen? Wieviele? Meine Spur verliert sich schnell. Einmal gegangen, kann ich sie kaum von den anderen unterscheiden. Eindeutig nur zu erkennen, wenn ich dort gehe, wo den Schnee noch niemand berührt hat. Vorwärts gehen. Gefahren möglicherweise nicht entdecken, Neues sehen, was noch kein anderer so gesehen hat. Wenn ich denselben Weg zurückgehe, ist meine Spur, die ich hinterlasse, nicht mehr mit der vorherigen identisch.

(3) So ist das Leben. So ist Dein und mein Weg. Ganz individuell. Nicht wiederholbar. Immer wieder anders. Immer wieder neu. Immer wieder spannend. Immer wieder erkenntnisreich. 

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