Donnerstag, 7. November 2013

Glück - jeden Tag

(1) Nicht erst ein Jahresrückblick sollte Anlass sein, um mir glückliche Momente bewusst zu machen. Derzeit verschwinden die letzten bunten Blätter von den Bäumen, es ist grau in grau, naß, die Sonne kommt kaum zum Vorschein. Das kann schon auf die Stimmung schlagen. Kommen weitere persönliche Probleme hinzu, dann ist das Glück (scheinbar) weit entfernt.

(2) Manche schreiben Tagebuch. Ich schreibe ab und zu, dann jedoch sehr viel. Jeder noch so "schlechte" Tag bietet Glück. Das Lächeln eines kleinen Kindes, dass Dich zum ersten Mal wiedererkennt. Das Tragen meiner froschgrünen Gummistiefel, die hell leuchtend meine Füße trocken halten. Der Anruf der Freundin und die Nachfrage "Wie geht es Dir?". Ein Kampf, der mir schwerfällt, beinah aussichtslos erscheint und endlich, endlich, bewegt sich doch etwas und am Ende des Tunnels ist ein ganz kleines Licht zu sehen. Gemeinsam selbstgebackenen Kuchen genießen. Mal wieder Klavier spielen und singen. Lob erhalten und auch annehmen zu können. Ein warmes Bett. Freuden und Sorgen teilen, Unterstützung erhalten und geben.

(3) Ich entscheide, worauf ich meinen Blick richten möchte. Das Schlechte sehe ich schnell, ganz einfach, unbewusst. Das Gute und das Glück des Alltags sehe ich, wenn ich mich dafür bewusst entscheide. Ist nicht alles, wofür ich von Herzen dankbar sein kann nicht schon Glück?

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