Donnerstag, 24. Oktober 2013

Mittagsruhe

(1) Ich war nie eine Mittagschläferin. Jetzt schon. Nicht nur am Wochenende sondern an jedem Tag gibt es bei mir Mittagsruhe. Als ich nach langer Erkrankung an meinen Arbeitsplatz zurückkehrte, wurde ich von meiner dünnen Matte und einem Schild "Bitte nicht stören" begleitet. Ich habe meinen verwunderten Kollegen das "Warum" und "Wie" erklärt und es wurde Bestandteil meiner Mittagspause (erst essen, dann ruhen). 

(2) Der Alltag stellt viele Anforderungen. Zeit zum Innehalten ist in der Regel nicht vorgesehen, diese kleine Auszeit nutze ich dafür. Wie geht es mir und warum, bin ich angespannt, atme ich ruhig und tief? Sind alle to-dos, die ich mir für heute vorgenommen habe nach Verstreichen des halben Tages noch zu schaffen oder ist nicht anderes dazugekommen bzw. hat sich etwas erübrigt? Es ist ganz meine Zeit. Ein Moment von außen auf den "laufenden" Tag gucken. Am Arbeitsplatz nutze ich dafür fünfzehn Minuten und lasse mich anschließend vom zwischenzeitlich abgestellten Handy wecken. An freien Tagen lege ich mich ohne Zeitlimit hin und lasse meinen Körper entscheiden, was er gerade braucht. Manchmal sind es ein paar Minuten. Häufig ist es aber genau eine Stunde und ich bin anschließend erfrischt und fit.

(3) ... und ein ganz großes Plus: Mir kommen Problemlösungen in den Sinn, ich habe neue Ideen für alles mögliche ... Mittagsruhe ist meine Zeit für Körper, Seele und Geist!

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