Dienstag, 8. Oktober 2013

Achtsam - Ein Fremdwort?

(1) Der Wecker klingelt. Ich stehe auf. Alles Routine? Der Weg zur Arbeit. Habe ich eigentlich meine Wohnung abgeschlossen? Den PC anschalten. Innehalten. Wie lautet eigentlich mein Passwort? Nicht nachdenken. Machen. Geht doch. Ein Kollege kommt herein. "Hallo" gesagt, nicht aufgesehen. Weiterarbeiten. Termindruck. Pause machen? Heute nicht! Dann schaffe ich mehr. Ein Blick auf die Uhr. Die Zeit rennt. So spät schon wieder? Freizeittermin. Noch einkaufen. Alles schnell. Zuhause ankommen. Ins Sofa sinken. Zähneputzen. Schlafen. Wenn es dann geht. Morgen früh ...

(2) Wie ging es Dir, als Du aufgewacht bist ? Hast Du in Ruhe gefrühstückt, damit Dein Körper Kraft für den Tag bekommt? Schien heute morgen die Sonne? Hat irgend etwas ein Lächeln auf Dein Gesicht gezaubert? Hast Du jemandem gesagt, dass Du Dich freust, ihn zu sehen oder dass Dir gefällt, was er heute angezogen hat? Hast Du Hunger und Durst gespürt, als es Zeit dafür war? War Deine Verabredung nur Pflicht? War es ein guter Tag? Warst oder bist Du jetzt am Abend angenehm erschöpft oder fühlst Du Dich gehetzt wie in einem Hamsterrad?

(3) Achtsam nach dem Duden bedeutet "aufmerksam, wachsam, vorsichtig, sorgfältig". Das Hier und Jetzt bewußt wahrnehmen. Genießen. Sich freuen. Innehalten. Schönheit sehen. Fühlen. Nach innen gucken. Entscheidungen treffen, die mich und mein Befinden in den Vordergrund stellen und meine Werte berücksichtigen. Einfach leben, anstatt gelebt zu werden.

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