Dienstag, 27. August 2013

Warum "einfach leben"?

(1) Ein wenig zu meiner meiner Motivation und meiner Person habe ich hier schon geschrieben. Eine schwere Lebenskrise - Erschöpfungsdepression - hielt vor mehr als drei Jahren mein Leben quasi an. Der einfachste Handschlag gelang mir nicht mehr. Meine Wohnung versank binnen Wochen in ein einziges Chaos.

(2) Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem "Warum bin ich krank?" und "Wie finde ich da wieder heraus?" folgte und wurde lange Zeit Hauptinhalt meines Lebens.  So viel war schnell klar: Mein "altes Leben" konnte ich nicht weiterführen, ohne wieder an den Punkt zu kommen, wo nichts mehr geht. Bewusst werden. Entrümpeln. Sortieren. Ordnung schaffen. Der innere Prozess schritt voran. Der äußere Prozess folgte nur wenig zeitversetzt.

(3) Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich darüber nach, wie ich leben möchte und was mich eigentlich daran hindert. Welche Dinge ich immer wieder vor mir herschob, weil anderes - die Arbeit, ehrenamtliche Aufgaben - immer wichtiger waren. Warum ich Dinge behielt, die ich ohnehin nicht mehr oder bis auf weiteres nicht (ge)brauchen kann. Ich beschäftigte mich, wie Leben - ganz persönlich für mich - gut geht. Die Entdeckung des "einfachen Lebens" war und ist heute die Antwort auf das vorherige "in und von allem zuviel".

mehr zum Thema:  Depression








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